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07.12.2018 / Arbeitsrecht

Arbeitnehmerbesteuerung und Elektromobiltiät

Der Gesetzgeber reagiert und will Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei dem Kauf von Elektroautos und Elektrofahrräder unterstützen.

Es ist bekannt. Überläßt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ein Dienstfahrzeug, das dieser auch privat nutzen darf, ist dies ein geldwerter Vorteil, der besteuert wird und zwar nach der sog. 1% Regelung. Da sich die 1% nach dem inländischen Bruttolistenpreis des Fahrzeuges errechnet, war der Ankauf teurer Elektrofahrzeuge nicht sinnvoll und auch nicht gewünscht. Das Führen des Fahrtenbuches ist aufwendig und führt in fast allen Fällen zu Steuernachzahlungen. Es gab bereits eine Förderung durch einen Bewertungsabschlag seit 2013. Allerdings wird die Förderung Jahr für Jahr reduziert und endet am 31.12.2022. Seit 2016 besteht eine weitere Förderung der Elektromobilität im Straßenverkehr: Das kostenlose Aufladen des Elektrofahrzeuges und das Überlassen der Ladestation ist steuerfrei. Das Schenken der Ladestation ist mit einem pauschalen Steuersatz von 25% zzgl. Soli auch steuerbegünstigt. Für Arbeitgeber mit einem großen Fuhrpark war dies eine erhebliche Entlastung. Aber auch diese Förderung endet 2020. Seit Oktober 2017 gelten auch Elektrofahrräder als Elektrofahrzeuge, sofern sie schneller als 25km/h fahren.

Das Jahressteuergesetz 2018 regelt vor allem die Absenkung des Prozentsatzes von 1% auf 0,5 % bei der Besteuerung des Dienstwagens sofer es ich um Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge handelt.Die Neuregelung ist für Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge anzuwenden, die extern aufladbar sind und die im Zeitraum vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2021 angeschafft oder geleast werden. Für vor und nach diesem Zeitraum angeschaffte oder geleaste Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, gilt der bisherige Nachteilsausgleich weiter. Begünstigt werden nun endlich auch Aufwendungen für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel der Arbeitnehmer zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte, wobei private Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr unschädlich sind. Begünstigt werden das vom Arbeitgeber unentgeltliche oder verbilligte Zurverfügungstellen von Fahrausweisen, Zuschüsse des Arbeitgebers zum Erwerb von Fahrausweisen und Leistungen (Zuschüsse und Sachbezüge) Dritter, die mit Rücksicht auf das Dienstverhältnis erbracht werden.
Die steuerfreien Leistungen werden auf die Entfernungspauschale angerechnet.
Dies ist endlich eine sinnvolle Maßnahme, die zu einer Entlastung der CO2 Emission beitragen könnte.

Wünschen Sie Beispielsrechnungen, wenden Sie sich bitte an Rechtsanwältin Claudia Frank

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