RECHTSSPRECHUNGEN

Bitte wählen Sie ein Themengebiet:

06.08.2010 / Medizinrecht

BGH verschärft Aufklärungspflichten bei neuen Behandlungsmethoden

Bei der Anwendung neuer Behandlungsmethoden genügt es vielfach nicht, lediglich über bereits in der Fachliteratur erläuterte Risiken aufzuklären.

Der Bundesgerichtshof nahm mit Urteil vom 6. Juli 2010 (Aktenzeichen VI ZR 198/09) eine mögliche Aufklärungspflichtverletzung eines Arztes an, der sich angesichts der Durchführung einer neuen Behandlungsmethode auf die in den fachspezifischen Publikationen genannten Risiken beschränkte. Der Umstand, dass über bestimmte Risiken bei einer neuen medizinischen Behandlungsmethode noch nicht berichtet wurde, genügt jedoch nicht, um diese Komplikation lediglich als rein theoretisch zu betrachten und von der Aufklärung auszuschließen. Dies gilt jedenfalls für Risiken, die unter Medizinern allgemein bekannt sein dürften (hier: Eingriff an der Wirbelsäule > Risiko einer Lähmung). Denn es ist nicht entscheidend, wie oft das Risiko zu einer Komplikation führt, sondern die Bedeutung, die das Risiko für die Entschließung des Patienten hat.

Insofern sollten sich Mediziner bei der Anwendung neuer Behandlungsmethoden sorgfältig mit ihren Aufklärungspflichten auseinandersetzen. Wir stehen Ihnen hierfür gern beratend zur Seite!

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Rechtsanwältin Katrin Döber - 030-895907-0

Zurück zur Übersicht

  PROBANDT
Rechtsanwälte und Notar
Hagenstraße 30, 14193 Berlin
Telefon +49 (0)30 895907-0
Fax +49 (0)30 89590790

NEWSLETTER

Abonnieren Sie hier.
 


Newsletter abonnieren