RECHTSSPRECHUNGEN

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02.01.2009 / Allgemein

Rechtsprechung bestätigt die selbstständige Verjährung von Honorarforderungen aus Teilschlussrechnungen

Wird ein Architekt in zwei Stufen zunächst mit den Leistungen der Leistungsphasen 1 – 4 und später mit denen der Leistungsphasen 5 – 7 beauftragt, ist es nicht ungewöhnlich, bezüglich der einzelnen Auftragsteile Teilschlussrechnungen zu stellen. Eine Praxis vor der allerdings dringend zu warnen ist.

Anders als Abschlagsrechnungen, steht die Abrechnung selbstständiger Teilleistungen mittels einer Teilschlussrechnung einer Schlussrechnung gleich mit der Folge, dass die Verjährung dieser Forderung (unabhängig vom Abschluss des Gesamtauftrages) mit Rechnungslegung zu laufen beginnt (OLG Stuttgart, 19 U 13/05). Verfolgt der Architekt daher die Vergütungsforderung nicht gesondert weiter, kann er ein böses Erwachen erleben, wenn er nach Abschluss des Vorhabens sein Gesamthonorar geltend macht:

Zum Einen kann die selbstständig abgerechnete Teilforderung zu diesem Zeitpunkt bereits verjährt sein. Zum Anderen ist der Architekt auch mit Nachforderungen für den bereits ab-gerechneten Teil seiner Leistung ausgeschlossen.

(RA Asmus)

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