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25.08.2015 / Öffentliches Bau- und Umweltrecht

Gewächshäuser begründen keinen Innenbereich

Das Baurecht im Innenbereich geht soweit, wie der Ortsteil im Zusammenhang bebaut ist (§ 34 Abs. 1 BauGB). „Bebauung“ in diesem Sinne sind nur Bauwerke, die optisch wahrnehmbar sind und ein gewisses Gewicht haben, so dass sie geeignet sind, ein Gebiet als einen Ortsteil mit einem bestimmten Charakter zu prägen. Sie müssen also Maßstab dafür geben können, welche bauliche Fortentwicklung des Gebietes ohne Bauleitplanung angemessen ist.

Anders als das Oberverwaltungsgericht Münster, hat das Bundesverwaltungsgericht in einem Urteil vom 30.06.2015 entschieden, dass Gewächshäuser selbst als erwerbsgärtnerischen Zwecken dienende Betriebsgebäude regelmäßig nur Nebenanlagen sind, die städtebaulich keine maßstabsbildende Kraft haben und daher nicht zum Innenbereich gehören (BVerwG, 30.06.2015 – 4 C 5/14).

Für Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an Rechtsanwalt Dr. Bernhard Haaß.

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