RECHTSSPRECHUNGEN

Bitte wählen Sie ein Themengebiet:

05.03.2014 / Allgemein

Jagdfeld Hotel-Adlon Fundus Fonds Nr. 31 - Vermittlungsprovisionen für die Commerzbank AG

Landgericht Berlin bestätigt mangelhafte Aufklärung der Commerzbank AG über erhaltene Vermittlungsprovisionen beim Jagdfeld Hotel-Adlon Fundus Fonds Nr. 31.

Der Kanzlei Probandt & Partner ist es vor dem Landgericht Berlin erfolgreich gelungen, für einen Anleger die Commerzbank AG wegen mangelnder Aufklärung über erhaltene Rückvergütungen als Vermittlungsprovision durch deren Rechtsvorgängerin, die Dresdner Bank AG, in Anspruch zu nehmen. Die Commerzbank AG hatte in dem Verfahren nicht bestritten, dass Provisionen in nicht unerheblichem Umfang aus dem Agio, den Kosten der Eigenkapital-Beschaffung und den Kosten der Platzierungsverpflichtung an sie für die Vermittlung von Anteilen am Fundus Fonds 31 zurückgeflossen sind und sich im Wesentlichen darauf berufen, dass der Prospekt hinreichend über die Rückvergütungen aufgeklärt habe. Dies sah das Landgericht anders und verurteilte am 25.10.2013 die Commerzbank AG zur Rückzahlung der gesamten gezeichneten Anlage.

Die Commerzbank AG hat gegen das Urteil des Landgerichts Berlin Berufung eingelegt, musste sich aber bereits in einem aktuellen Hinweisbeschluss des Kammergerichts Berlin anhören, dass die Prospektangaben zum Fonds alles andere als transparent sind und insbesondere nicht wie geboten offen legen, dass und in welcher Höhe Provisionen an die Commerzbank AG fließen. Die Angriffe der Commerzbank AG gegen den Anspruch des Anlegers auf Schadensersatz wegen unzureichender Rückvergütungsaufklärung an sich, bezeichnete das Kammergericht Berlin als wenig erfolgversprechend.

Von Interesse ist ebenfalls noch, dass die Commerzbank AG in der Berufung sich auch mit dem Argument verteidigte, dass die von der Fondsgesellschaft gezahlten Provisionen marktüblich gewesen seien und den Fondskonzepten anderer Initiatoren entsprochen hätten. Die Commerzbank AG plauderte hier ein wenig aus dem „Nähkästchen“ und gab an, dass Anleger Provisionen für die Vermittlung des Fundus Fonds 31 oder vergleichbarer Fonds auch bei anderen Finanzvermittlern hätten zahlen müssen.

Anlegern steht damit ggf. ein gangbarer Weg offen, die Anlage zum Fundus Fonds Nr. 31 wieder abzustoßen und überwiegend ihren Schaden ersetzt zu bekommen. Beachten müssen alle betreffenden Anleger aber, dass eine absolute Verjährungsfrist von 10 Jahren, berechnet ab dem Tag der Zeichnung der Anlage für die Ansprüche aus der fehlerhaften Anlageberatung gilt. Anleger, die im Jahr 2004 noch zeichneten, sollten sich daher beeilen.

Für Rückfragen steht Ihnen Rechtsanwalt Nils Tegeler gerne zur Verfügung.

Zurück zur Übersicht

  PROBANDT
Rechtsanwälte und Notar
Hagenstraße 30, 14193 Berlin
Telefon +49 (0)30 895907-0
Fax +49 (0)30 89590790

NEWSLETTER

Abonnieren Sie hier.
 


Newsletter abonnieren