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21.02.2014 / Bau- und Architektenrecht

DIN-Normen und anerkannte Regeln der Technik

DIN-Normen stellen nicht immer und nicht ausschließlich die allgemein anerkannten Regeln der Technik dar!

Vielfach besteht immer noch der Glaube, dass allein die Einhaltung der einschlägigen DIN-Normen zur Mangelfreiheit der Leistung führt. Der Bundesgerichtshof hat in einer aktuellen Entscheidung (Az.: VII ZR 275/12) erneut darauf hingewiesen, dass dies ein Irrglaube ist. Mangelfrei ist eine Werkleistung zunächst nur dann, wenn sie der im Vertrag vereinbarten Beschaffenheit entspricht. Als "Mindeststandard" ist zumindest die Einhaltung der anerkannten Regeln der Technik geschuldet. Hierbei sind nicht allein die DIN-Normen maßgeblich. Diese geben zwar Regeln der Technik wieder, sie sind jedoch nicht immer auf dem neuesten Stand. Anerkannte Regeln der Technik gehen in der Entwicklung oft auch den DIN-Normen voraus, so dass Letztere "hinterherhinken" können. Zudem sind viele anerkannte und bewährte technische Vorgehensweisem - wie bspw. beim Zimmererhandwerk - noch nicht in schriftlichen Regelwerken festgehalten worden. Zur Einhaltung der anerkannten Regeln der Technik sollten Bauunternehmer daher auch immer die Darstellungen von Anerkanntem und Bewährtem in der Fachpresse im Auge behalten.

Für Rückfragen steht Ihnen Rechtsanwalt Nils Tegeler gerne zur Verfügung.

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