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23.05.2013 / Medizinrecht

Weiterentwicklung des EBM geplant

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung beschloss am 1. März 2013 erste Eckpunkte, um durch Änderungen des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) die haus- und fachärztliche Grundversorgung zu stärken. Die geplanten Regelungen werden derzeit mit den Krankenkassen verhandelt und sollen bis zum zweiten Halbjahr 2014 schrittweise umgesetzt werden.

Die Grundstruktur bleibt im Wesentlichen erhalten. Allerdings sollen Hausärzte eine detailliertere Kostenstruktur erhalten, indem Einzelleistungen differenzierter dargestellt werden. Desgleichen wird die Versichertenpauschale umgebaut und Fixkosten durch eine neue versorgungsbereichsspezifische Grundpauschale gedeckt. Die KBV plant zudem mehrere Millionen Euro für neue EBM-Leistungen (geriatrische Versorgung, allgemeine Palliativversorgung etc.) ein. Derzeit muss sich der Erweiterte Bewertungsausschuss wegen mangelndem Konsens mit diesen Punkten befassen.

Bis zum 1. Juli 2013 soll die fachärztliche Grund- und Strukturpauschale eingeführt werden. Ausgenommen hiervon sind allerdings Fachärzte, die nur auf Überweisung tätig werden, wie z.B. Radiologen. Darüber hinaus soll ein K.O.-Katalog in Einzelfällen die Pauschalen ebenfalls ausschließen. Die Detailfragen stehen zwar noch in Verhandlung, hinsichtlich der Einführung einer fachärztlichen Grundpauschale besteht jedoch Einigkeit.

Die ärztlichen Leistungen sollen nach fast 20 Jahren neu bewertet werden. Die so genannte „Währungsreform“ ist aktuell auf Oktober 2013 verschoben worden.

Für Rückfragen zu den Änderungen und aktuellen Informationen zur Umsetzung der Eckpunkte steht Ihnen Frau Rechtsanwältin Katrin Döber gern zur Verfügung.

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